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Harry Potter wird erwachsen

Seine Rolle als Harry Potter brachte Daniel Radcliffe sehr, sehr viel Geld ein - und ein Alkoholproblem. Nun versucht er den Neubeginn - mit einem Gruselfilm.

Von Michaela Haas

(Betrunken oder nüchtern? Daniel Radcliffe spielte Harry Potter mitunter angetrunken. )

Es war nicht Harry Potter, der ihn zum Alkoholiker gemacht habe, sagt Daniel Radcliffe, “obwohl das die meisten Leute glauben.” Der 22-jährige Harry-Potter-Darsteller ist diese Woche in Los Angeles, um mit seiner alten Rolle als Zauberlehrling zu brechen. “Ich fühle mich befreit, seit es vorbei ist,” sagt er – und ein so ehrliches Lächeln huscht über sein Gesicht, dass ihm die Erleichterung anzusehen ist. Vielleicht auch um den Geist von Harry Potter zu vertreiben, spricht der schmächtige Jungschauspieler offen und ehrlich über die Jahre, in denen er sich nach Drehschluss an harten Drinks festhielt.

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Oft sei er noch am nächsten Tag so betrunken gewesen, dass er Harry Potter mit einem beträchtlichen Promillegehalt im Blut gespielt habe: “Ich kann die Szenen ausmachen, in denen ich einfach hinüber bin.” Seit 18 Monaten, sagt er stolz, sei er nun trocken. Er stellt alles in seinem Leben auf Neuanfang.

Mit dürftigem Dreitagebart und schwarzer Lederjacke, den Struppelhaarschnitt zurückgegelt, präsentiert er in Los Angeles seinen neuen Film, “The Woman in Black”, der in Deutschland Ende März anläuft. Ganz bewusst suche er sich nun Rollen, die dem Harry-Potter-Image den Gar aus machen sollen, auch wenn er sich bewusst ist, “dass das zwei, drei Jahre und einige Filme dauern kann.” Zum ersten Mal in elf Jahren sehen die meisten Kinozuschauer Radcliffe in einer anderen Rolle als der des niedlichen Zauberlehrlings.

Als verwitweter Anwalt Arthur Kipps soll Radcliffe in einem abgelegenen britischen Kaff im 19. Jahrhundert den Nachlass einer merkwürdigen Frau regeln. Es spukt, Radcliff bleibt also dem Übernatürlichen treu, aber diesmal hilft ihm kein Zauberstab, und anders als Harry Potter will Radcliffe den Zuschauern Angst einjagen. “Das macht mir total Spaß,” sagt er lachend.

Die acht Harry Potter Filme haben weltweit bisher fast sechs Milliarden US-Dollar eingespielt und sind damit die erfolgreichste Filmserie aller Zeiten. Radcliffe wurde schon als Teenager zum Multimillionär. Wenn seine geschätzte 75 Millionen Dollar Potter-Gage auch nur annähernd stimmt, müsste er nie wieder arbeiten. Aber Radcliffe will etwas ganz anderes: sein Image auf den Kopf stellen. “Seit ich 15 bin, weiß ich, was Leute erwarten, wenn sie mich treffen,” sagte Radcliffe der Los Angeles Times. “Oh, er war ein Kinderstar. Er ist bestimmt ein Albtraum. Ich versuche mit aller Macht, dieses Image sofort zu widerlegen.”

Kirsten Dunst, Jodie Foster und Drew Barrymore gehören zu den wenigen Kinderstars, die es schafften, ihre Kinderkarrieren in langfristige Erfolge umzuwandeln. Barrymore war sechs Jahre alt, als sie von E.T. in den Starkosmos katapultiert wurde. Auch sie gab später zu, den frühen Ruhm mit Alkohol bewältigt zu haben, aber nach einigen Aufenthalten in Entzugskliniken begann sie eine neue Karriere als ernstzunehmende Schauspielerin, Produzentin und Regisseurin – Daniel Radcliffe scheint auf einem guten Weg dorthin.

Kommentare

  • Erika Yery

    In Virginia laeuft schon der Film, The Woman in Black. Ganz toll. Werde den Film noch einmnal anschauen so gut hat er mir gefallen. Allerdings, nicht fuer Angsthasen.

  • Sabine

    Er ist ziemlich klein, sieht als Erwachsener nicht mehr niedlich aus, scheint sein Gehirn zu benutzen und hat damit alle Chancen ein echter Schauspieler zu werden. Wenn er der Fressmaschine in Hollywood aus dem Weg geht.
    Ich glaube der schafft das.